Wasserbehandlung


 

Aus dem aufsteigenden Wasser der Grube Schlema-Alberoda müssen die Schadstoffe Uran, Radium, Arsen, Eisen und Mangan soweit entfernt werden, dass das Wasser schließlich in den Vorfluter Zwickauer Mulde eingeleitet werden darf. Die Behandlung des anfallenden Wassers erfolgt in der Wasserbehandlungsanlage Schlema-Alberoda, nachdem es über ein Pumpensystem der Grube entnommen und der WBA zugeführt wurde. Die Anlage besteht aus zwei etwa baugleichen Straßen, die im Abstand von zwei Jahren 1998 und 2000 den Dauerbetrieb aufnahmen.

 

Die Gesamtkapazität der Anlage beträgt ca. 1.150 m³/h. Die Rückstände der Wasserbehandlung werden immobilisiert und das entstandene krümelige Produkt auf die Halde 371 in einem extra dafür vorgesehenen Verwahrort eingebaut. Die Behandlung des Grubenwassers kann erst dann eingestellt werden, wenn die Schadstoffkonzentrationen soweit abgeklungen sind, dass das Wasser direkt in den Vorfluter eingeleitet werden darf. Die Gesamtbetriebszeit der WBA Schlema-Alberoda wird etwa 30 Jahre betragen.

 

Die Wasserbehandlungsanlage Pöhla wurde 1995 in Betrieb genommen. Hier werden die aus der bereits vollständig gefluteten Grube Pöhla austretenden Wässer behandelt. Die Abtrennung der Schadstoffe Uran, Radium, Arsen, Eisen und Mangan erfolgt durch selektive Fällverfahren. Da 1997 die Urankonzentration im Flutungswasser unter den genehmigten Einleitwert gesunken war, wurde hier die Uranabtrennung eingestellt.

Seit 1998 wurden mit Hilfe einer Pilotanlage intensive Untersuchungen zu einer alternativen Behandlungsmethode des Grubenwassers der Grube Pöhla durchgeführt. Im Jahr 2003 erfolgte die Errichtung einer passiv/biologischen Wasserbehandlungsanlage. Mit der Anlage werden ca. 15 bis 20 m³/h Grubenwasser behandelt und anschließend über den Schildbach in den Luchsbach abgegeben.