Wasserbehandlung


Die kontrollierte Flutung der Grube Königstein erfordert die Hebung und Behandlung von mit Schadstoffen belasteten Grubenwässern, bevor diese dann in den Vorfluter eingeleitet werden dürfen.

In Königstein übernimmt diese Aufgabe die Anlage zur Aufbereitung von Flutungswasser (AAF), welche im Jahr 2000 entsprechend dem Stand der Technik umgebaut wurde.
 

Die AAF Königstein mit Klarwasserschönungsbecken im Vordergrund

Anlagen der AAF

In einer ersten Stufe wird dabei das Uran weitestgehend durch Sorptionsprozesse aus dem Grubenwasser entfernt und einer Verwertung zugeführt. In der zweiten Stufe der Wasserbehandlung werden die restlichen Schadstoffe, wie Radium, restliches Uran und Schwermetalle mittels Kalk-Fällungsverfahren aus dem Wasser entfernt. Nach dem Absetzen der Feststoffe im Eindicker und der Klärung des behandelten Wassers in einem Klarwasserschönungsbecken wird dieses in die Elbe eingeleitet. Die entwässerten Rückstände werden in die Halde Schüsselgrund so eingebaut, dass von ihnen keine Gefährdung für Mensch und Umwelt ausgehen kann.

Die AAF Königstein kann ca. 650 m³/h kontaminiertes Wasser behandeln. Mit der Inbetriebnahme der Förderbohrlöcher zur Hebung des Flutungswassers aus der Grube wird die Anlage weiterhin zur Behandlung des Flutungswassers eingesetzt.

Auf Grund der gegenwärtigen Genehmigungssituation wird auf unbestimmte Zeit die Behandlung von Flutungswasser in gleicher Größenordnung wie bisher erforderlich bleiben. Als eine wesentliche Maßnahme ist deshalb der Umbau und die Optimierung der Wasserbehandlungsanlage vorgesehen.