Ausgewählte Projekte

Aufwältigung auf der Markus-Semmler-Sohle mit Überkopflader
Aufwältigung auf der Markus-Semmler-Sohle mit Überkopflader

Übersicht zum Verlauf des Südumbruchs
Übersicht zum Verlauf des Südumbruchs

Schacht 15IIb mit Schallschutzmauer
Schacht 15IIb mit Schallschutzmauer



 

Die Auffahrung des „Südumbruchs“ im Grubengebäude Schlema-Alberoda

Die Grubengebäude Schneeberg und Schlema-
Alberoda sind durch den Markus-Semmler-Stollen
miteinander verbunden. Dieser, aus Anfang des
16. Jahrhunderts stammende Grubenbau, war im
Bereich des ehemaligen Deformationsgebietes, dem
heutigen Kurpark, vollständig verbrochen.
Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen der
Wismut GmbH wurde der Stollen ab 1991 vom
Mundloch bis zum Dammtor aufgewältigt. Der
Stollen dient wieder der Ableitung bergbaulicher
Wässer sowie der Realisierung einer komplexen
Wetterführung auf dem Niveau der Markus-Semmler-
Sohle.

Für eine nachhaltige Wasserhaltung und Wetterführung
muss der gesamte Markus-Semmler-Stollen
befahrbar und kontrollierbar gehalten werden.
Im Bereich des Deformationsgebietes kann dies
langfristig auf Grund von Abbaueinwirkungen und
flutungsbedingter Deformationen nicht gewährleistet
werden.

Nach Untersuchung mehrerer Varianten
wurde entschieden, südlich des Deformationsgebietes,
und damit außerhalb des bergbau- und
flutungsbedingten Senkungstroges Oberschlema,
einen neuen Grubenbau zur dauerhaften Ableitung
der anfallenden Wässer aufzufahren. Der als
„Südumbruch“ bezeichnete Grubenbau besteht aus
drei Teilen und wird auf einer Länge von 1080 m
neu aufgefahren. Auf 75 m Länge wird ein bereits
vorhandener Grubenbau durch entsprechende
Nachriss- und Strossenmaßnahmen genutzt. Der
Südumbruch bildet somit auf ca. 1,1 km einen neuen Abschnitt des
Markus-Semmler-Stollens.

In Vorbereitung der Neuauffahrung erfolgten u. a.
umfangreiche bergmännische, geologische und
bautechnische Untersuchungen. So wurden Erkundungsbohrungen
zur Untersuchung geologischer
und hydrogeologischer Verhältnisse in relevanten
Bereichen niedergebracht und ausgewertet. Zur
Beurteilung der Erschütterungswirkung durch
Sprengarbeiten auf Bauwerke an der Tagesoberf
läche wurde ein Gutachten erstellt. Während des
Vortriebes erfolgte permanent eine schwingungstechnische
Überwachung durch in ausgewählten
Gebäuden stationierte Messgeräte.

Zur Vermeidung von Lärmauswirkungen auf den
Kurpark und auf Kureinrichtungen ist am Schacht
15IIb, dem Förderschacht für die Vortriebsarbeiten,
eine 6 m hohe Schallschutzmauer errichtet worden.

Technische Daten


  • Dauer der Maßnahme:
    Juli 2011 bis Dezember 2014
  • Länge der Neuauffahrung:
    1080 m, davon 40 m für technologisch bedingte
    Abstellstrecken
  • Länge des Nachrisses:
    75 m, davon 10 m als Abstellstrecke
  • Querschnitt:
    5,5 m² bis 9,2 m²
  • anfallende Bergemasse:
    ca. 10.000 m³ (Einlagerung auf Halde 309)
  • Technologie:
    gleisgebundener Bohr- und Sprengvortrieb
  • Technik:
    druckluftbetriebene Bohrwagen und Wurfschaufellader