Sanierung am Altarm der Zwickauer Mulde geht in die nächste Phase
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AltstandorteSanierung am Altarm der Zwickauer Mulde geht in die nächste Phase
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AltstandorteIm Rahmen der Altstandort-Sanierung des Altarms der Zwickauer Mulde wurde der besonders hochwassergefährdete Bereich an der Mühlgrabenbrücke bereits durch eine massive Betonbettung mit Wasserbausteinen gesichert. Derzeit werden die Arbeiten flussabwärts fortgesetzt: Zur Stabilisierung des anschließenden Abschnitts werden nun Wasserbausteine mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne pro Stück verbaut. Diese großformatigen Wasserbausteine (Kategorie HMB300/1000) werden in kritischen Flussabschnitten auf einer stabilisierenden Kiessandlage nach genauem Verlegeschema eingebaut. Ergänzt wird das System durch gezielte Porenverfüllung, um die Flächen im Endzustand begehbar zu machen.
Bereits im Vorfeld wurden umfangreiche bauliche Maßnahmen zur Wasserhaltung und zum Hochwasserschutz realisiert. Dazu zählen ein Absperrbauwerk, ein Ableitungsgraben sowie ein Fangedamm – notwendig aufgrund der Lage des Sanierungsgebiets im Überschwemmungsbereich der Zwickauer Mulde. Nach Baustelleneinrichtung, Bewuchsbeseitigung begann im Dezember 2024 der Abtrag kontaminierter Materialien unterhalb der Brücke Schneppendorfer Straße. Diese werden fachgerecht auf der IAA Helmsdorf eingelagert.
Die Arbeiten werden abschnittsweise bis zur rund 500 Meter entfernten Einmündung in die Zwickauer Mulde fortgeführt. Dabei werden auch temporäre Entwässerungsanlagen und Zufahrtsrampen mitgeführt und an den Baufortschritt angepasst. Die Fertigstellung der gesamten Maßnahme ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen – einschließlich des Rückbaus aller temporären Einrichtungen zur Wasserhaltung und des Hochwasserschutzes.
Im ehemaligen, südlich angrenzenden Aufbereitungsbetrieb Crossen (Objekt 101) bereitete zwischen 1951 und 1989 die SAG/SDAG Wismut Uranerze auf. Während dieser Zeit wurde über den Altarm das Oberflächenwasser der Fabrik in die Zwickauer Mulde abgestoßen. Während die Bereiche der Aufbereitung und der benachbarten Bergehalde durch die Wismut GmbH bereits saniert wurden, ist dies im Bereich des Altarmes bis jetzt nicht erfolgt. Diese Sanierungsmaßnahme wird aus dem Verwaltungsabkommen zur Sanierung der sächsischen Wismut-Altstandorte finanziert.
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