Kapris, Nina, Komsomolskaja, Ruslan, Natascha und September - Grubenbauverwahrung bei Marienberg
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AltstandorteKapris, Nina, Komsomolskaja, Ruslan, Natascha und September - Grubenbauverwahrung bei Marienberg
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AltstandorteSanierung der Wismut-Altstandorte zwischen Wolkenstein und Marienberg gestartet.
Im Nordostteil des Abbaufeldes der Schächte 44, 48 und 238 der Lagerstätte Marienberg haben umfangreiche Sanierungsarbeiten begonnen, um die tagesnahen Folgen des Uranerzbergbaus zu beseitigen. Im Zentrum der Maßnahmen stehen die Sicherung der Infrastruktur sowie der Schutz land- und forstwirtschaftlicher Flächen. Besonderes Augenmerk liegt auf den Bereichen um Grubenbaue, die sich mit einer geringen Überdeckung von weniger als 10 Metern unter der Erdoberfläche befinden. Betroffen sind hierbei vor allem die Zufahrt zur Siedlung Himmelreich sowie verschiedene Wirtschaftswege. Da bereits zahlreiche Tagesbrüche und Einsenkungen aufgetreten sind, ist eine dauerhafte Verwahrung der Hohlräume zwingend erforderlich.
Die Sicherung erfolgt nach einer umfangreichen Bohrerkundung primär durch das Einbringen von Beton über gezielte Bohrungen in die leerstehenden Abbauhohlräume. Zudem werden fünf Einzelschadstellen mit oberflächennahen Betonplomben dauerhaft verschlossen. Die Arbeiten begannen im ersten Quartal 2026 und werden voraussichtlich eine Gesamtbauzeit von zwei Jahren in Anspruch nehmen. Der Fokus der aktuellen Maßnahmen liegt auf den oberflächennahen Bereichen der Gänge Kapris, Nina, Komsomolskaja, Ruslan, Natascha und September sowie fünf weitere Einzelschadstellen.
Historischer Hintergrund zum Bergbaugebiet
- Die heute zu sanierenden Bereiche sind Relikte eines intensiven Uranerzbergbaus durch die SAG/SDAG Wismut.
- Lagerstätte: Das Abbaufeld ist Teil der Lagerstätte Marienberg.
- Geologie: Der Abbau konzentrierte sich auf mehrere Gangstrukturen, die in NW-SO- bzw. NO-SW-Richtung streichen.
- Abbaumethode: Das Uranerz wurde teilweise direkt von der Tagesoberfläche aus gewonnen und erstreckte sich über eine streichende Länge von mehreren hundert Metern.
- Folgen: Durch diese oberflächennahe Gewinnung entstanden die heute instabilen Hohlräume, die eine Gefahr für die darüberliegende Nutzung darstellen.
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