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30 Jahre Wismut-Studie: Internationale Forschung profitiert von einzigartigen Daten

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30 Jahre Wismut-Studie: Internationale Forschung profitiert von einzigartigen Daten

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Seit 30 Jahren liefert die Wismut-Kohortenstudie wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zu den gesundheitlichen Folgen beruflicher Strahlen- und Staubbelastungen im Uranbergbau. Dieses Jubiläum nahm das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zum Anlass, vom 16. bis 18. Juni 2026 in München den „2nd International Workshop on Studies of Uranium Miners and Uranium Processing Workers" auszurichten. Wismut beteiligte sich aktiv an der Veranstaltung.

Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Behörden, Unternehmen und Berufsgenossenschaften diskutierten aktuelle Forschungsergebnisse und zukünftige Herausforderungen im Strahlenschutz. Für die Wismut GmbH begrüßte Geschäftsführer Dr. Michael Paul die Teilnehmenden mit einem Grußwort und beteiligte sich an einer Podiumsdiskussion.

„Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Lebens- und Arbeitsgeschichten unserer ehemaligen Beschäftigten ist für uns eine ethische Verpflichtung gegenüber den Menschen, die oft einen großen Teil ihres Lebens für die Wismut gearbeitet und in vielen Fällen mit ihrer Gesundheit dafür bezahlt haben."

Mit mehr als 59.000 ehemaligen Uranbergarbeitern umfasst die Wismut-Kohorte die weltweit größte Langzeitstudie zu den gesundheitlichen Auswirkungen ionisierender Strahlung im Uranbergbau. Die gewonnenen Daten bilden bis heute eine wichtige Grundlage für die internationale Strahlenschutzforschung und fließen unter anderem in die Weiterentwicklung gesetzlicher Regelungen sowie in die Anerkennung von Berufskrankheiten ein.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der vergangenen 30 Jahre zählen der wissenschaftliche Nachweis des Zusammenhangs zwischen Radonbelastung und Lungenkrebs sowie der Einfluss von Quarzfeinstaub auf die Entstehung von Staublungenerkrankungen. Gleichzeitig liefert die Studie wertvolle Erkenntnisse zur Bewertung beruflicher Strahlenexpositionen und bildet die Grundlage für neue internationale Forschungsprojekte, die sich unter anderem mit den Auswirkungen sehr geringer Strahlendosen beschäftigen.

Mit ihrer Beteiligung am Workshop unterstrich die Wismut GmbH die Bedeutung der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Uranbergbaus. Die enge Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strahlenschutz sowie nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen trägt dazu bei, die Erkenntnisse aus der Wismut-Kohorte auch künftig für den Arbeits- und Gesundheitsschutz nutzbar zu machen.

Dr. Michael Paul sprach ein Grußwort
Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Dr. Michael Paul (Wismut GmbH), Dr. Heinz Otten (DGUV), Dr. Bejoy Saha (BMUKN), Dr. Michael Kreuzer (BfS), Dr. Hajo Zeeb (BIPS), Werner Rühm (BfS) und Florian Rauser (BfS)

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