Bergmannstag: Gedenken an Verunglückte
|
NewsBergmannstag: Gedenken an Verunglückte
|
NewsZum 29. Mal erinnerten Bergleute und zahlreiche Gäste am Ehrenhain in Aue-Bad Schlema an die Verunglückten des Bergbaus, insbesondere an die Opfer des Grubenbrands von 1955.
Den Auftakt bildete traditionell ein Bergaufzug mehrerer Bergbrüderschaften und Knappschaften mit ihren teils farbenprächtigen Habits. Der Bergmannschor Schneeberg und das Bergmannsblasorchester Aue-Bad Schlema begleiteten das Gedenken. In würdevoller Atmosphäre wurden die Namen der 33 Todesopfer von 1955 verlesen. Zu jedem Namen schlug ein Bergkamerad die Bergglocke an.
In seiner Rede erinnerte Vorstandsmitglied des Bergbautraditionsvereins und ehemaliger Leiter des Uranbergbaumuseums Hermann Meinel eindrucksvoll an die Schicksale auch der betroffenen Familien, die beim Grubenunglück Angehörige verloren hatten. Zum Abschluss sangen die rund 100 Gäste gemeinsam den Steigermarsch. Danach nutzten viele Gäste die Gelegenheit, bei einem Bergbier miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung in Niederschlema stand auch im Zeichen von „30 Jahre Ehrenhain“. Erst kürzlich wurde dieser saniert.
Ein Begleitprogramm bot für Interessierte Einblicke in die Geschichte des Uranerzbergbaus und der heutigen Sanierung. So konnten das Besucherbergwerk am Schacht 15IIb und der Stolln 35 befahren werden. Das Uranbergbaumuseum lud ebenfalls zum Besuch. Gut besucht war auch die Ausstellung der Lagerstättensammlung am Schacht 371 in Hartenstein. Gleich nebenan öffnete die Ausstellung „No Secret“ im Maschinenhaus erneut ihre Tore und machte ein Kapitel Industriegeschichte am authentischen Ort erlebbar. Der Komplex Schacht 371 ist Teil des UNESCO-Welterbes Erzgebirge/Krušnohoří.
Aktuell informiert bleiben
Über unseren Newsletter informieren wir Sie regelmäßig zu Geschehnissen rund um die Wismut. Natürlich ist dieser für Sie kostenlos und kann hier jederzeit wieder abbestellt werden.