9. bis 11. Oktober 2019 in Chemnitz

4. Internationales Bergbausymposium


Tagungsband – Proceedings des Internationalen Bergbausymposiums WISSYM_2019

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(passwortgeschützt)

Rückblick auf ein erfolgreiches Bergbausymposium WISSYM 2019

 

Unter dem Motto „Zukunft gestalten: Langzeiterfahrungen und Innovationen in der Bergbausanierung“ ist das internationale Bergbausymposium WISSYM 2019 erfolgreich zu Ende gegangen. Vom 9. bis 11. Oktober informierten sich in Chemnitz 246 Teilnehmer aus 26 Ländern über Sanierungskonzepte und innovative Technologien, Wassermanagement und Wasserbehandlung, naturschutzrechtliche Aspekte und gesellschaftliche Akzeptanz, angewandte Forschung sowie (internationale) Zusammenarbeit und Wissenstransfer in der Bergbausanierung.

 

Im Vorfeld der WISSYM 2019 veranstaltete die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) am 7. und 8. Oktober ein Expertentreffen der Austauschgruppe für Uranbergbau und ‑sanierung (Uranium Mining and Remediation Exchange Group, UMREG) in Chemnitz. Die Wismut GmbH beteiligte sich mit fachübergreifenden Vorträgen an dem Erfahrungsaustausch der rund 50 Experten aus den Mitgliedsstaaten der IAEA.

 

Den Auftakt für das Bergbausymposium, das in Zusammenarbeit mit der IAEA und unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, veranstaltet wurde, gab Wismut-Geschäftsführer Dr. Michael Paul. Heino Neuber vom Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. gab unter Anwesenheit des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow sowie der Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, Barbara Ludwig, mittels einer Schachtglocke das Startsignal zur „Einfahrt“ in das Tagungsprogramm.

 

In seinem Grußwort stellte Bodo Ramelow das Motto des Bergbausymposiums heraus: Tradition pflegen und Zukunft gestalten. Dabei zeigte er sich am Beispiel von der Umwandlung des ehemaligen Uranbergbaustandortes Schlema in den heutigen Kurort Bad Schlema tief beeindruckt.

 

Eröffnung des 4. Inter-nationalen Bergbau-symposiums WISSYM 2019 Anfang Oktober in Chemnitz
Dr. Michael Paul, Technischer Geschäftsführer der Wismut GmbH
Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen

Barbara Ludwig zeichnete die Bergbaugeschichte in Chemnitz nach und lobte die positiven Ergebnisse des international renommierten Wismut-Sanierungsprojektes. Sie begrüßte die Ernennung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří als UNESCO-Welterbe, in das auch Teile der Wismut einfließen.

 

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Oliver Wittke, betonte die große Bedeutung des Bergbaus für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Wismut-Sanierung des ehemaligen Uranerzbergbaus hob er in diesem Zusammenhang als positives Beispiel im Umgang mit Bergbaufolgen hervor: „In den vergangenen 28 Jahren sind herausragende Sanierungsleistungen vollbracht worden.“

 

Barbara Ludwig, Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz
Das Symposium lief unter dem Motto: "Zukunft gestalten: Langzeiterfahrungen und Innovationen in der Bergbausanierung"
Oliver Wittke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Zum wiederholten Mal wurde das Symposium mit einem Exkursionstag eingeleitet: Zu den Themenschwerpunkten innovative Folgenutzung ehemaliger Bergbaugebiete und sozio-ökonomische Aspekte des Nachbergbaus wurden fünf Tagesexkursionen angeboten. Erstmals führte auch eine Exkursion in die tschechische Uranbergbauregion um Jáchymov, die vom staatlichen Bergbauunternehmen DIAMO durchgeführt wurde. Eine weitere Exkursion nach Freiberg wurde durch die TU Bergakademie Freiberg ausgerichtet. Die Exkursionen bildeten die Grundlage für den Erfahrungsaustausch an den beiden nachfolgenden Konferenztagen.


In dem zweitägigen Vortragsprogramm wurden gemeinsame Erfahrungen aus bisherigen Bergbausanierungsprojekten ausgetauscht und neue Ideen und Sanierungsstrategien vorgestellt. Nationale und internationale Experten diskutierten über die Perspektiven und Herausforderungen bei der Gestaltung einer umweltverträglichen und lebenswerten Zukunft an ehemaligen Bergbaustandorten.

 

Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Innovation in der Bergbausanierung im Spannungsfeld zwischen Praxisbedarf und Wissenschaftsbetrieb“ unter der Leitung von Prof. Helmut Mischo der TU Bergakademie Freiberg führte zu einer regen Beteiligung zwischen den Diskutanten und den Tagungsteilnehmern.

 

Brett Moldovan, Internationale Atomenergiebehörde (IAEA)
246 internationale Teilnehmer tagten im Hotel Chemnitzer Hof
Prof. Helmut Mischo, TU BA Freiberg, moderierte die Podiumsdiskussion zum Thema: Innovation in der Bergbausanierung im Spannungsfeld zwischen Praxisbedarf und Wissenschaftsbetrieb

Die große Teilnehmerzahl nationaler und internationaler Gäste aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung hat gezeigt, dass sich das Internationale Bergbausymposium WISSYM als bedeutende Tagung des Sanierungsbergbaus etabliert hat und die Wismut GmbH bei allen Bergbau- und Sanierungsakteuren ein angesehener Partner ist.

 

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