Wasserbehandlung

Behandlung von 750 m³ Grubenwasser je Stunde

Zum Sanierungsbereich Ronneburg gehören die Wasserbehandlungsanlagen (WBA) Ronneburg, Seelingstädt und Helmsdorf.


Die Wasserbehandlungsanlage Ronneburg

WBA Ronneburg

Dabei wird in der WBA Ronneburg das bei der Flutung der Gruben anfallende Wasser behandelt. Dieses Grubenwasser ist ein typisches, bergbaulich geprägtes Wasser, das durch einen pH-Wert im sauren Bereich und hohe Schwermetallgehalte (vor allem Eisen, Nickel, Zink) charakterisiert ist. Im Gegensatz zu den Aufgaben der anderen WBA der Wismut spielen die radioaktiven Komponenten eher eine weniger bedeutende Rolle.

Das Flutungswasser wird über eine Wasserfassung im Gessental der WBA Ronneburg zugeführt. Der Abstoß des behandelten Wassers erfolgt über den Wipsegraben in die Wipse. Wie in einer Prognose ermittelt, kam es im Jahr 2005 im Gessental zur Aktivierung der Wasserfassung und der Inbetriebnahme der Behandlungsanlage.

Die Anlage ist gegenwärtig in der Lage, ca. 750 Kubikmeter kontaminiertes Grubenwasser je Stunde zu behandeln. Es wird mit einer Betriebsdauer von bis zu 25 Jahren gerechnet.


Die Wasserbehandlungsanlage Seelingstädt

WBA Seelingstädt
In der WBA Seelingstädt wird das Wasser der ehemaligen industriellen Absetzanlagen Culmitzsch und Trünzig behandelt. Dabei handelt es sich um noch vorhandenes Freiwasser der Anlage Culmitzsch sowie austretendes Sickerwasser, das im Umfeld beider Absetzanlagen gefasst wird. Die zu behandelnden Wässer haben leicht basischen Charakter. Hauptschadstoffe, die entfernt werden müssen, sind Uran, Radium und bedingt Arsen. Die anfallenden Rückstände werden mit Zement verfestigt und an dafür vorbereiteten Stellen im Bereich der Absetzanlage Culmitzsch eingelagert. Die behandelten Wässer werden schließlich in die Culmitzsch eingeleitet. Die WBA ist für einen Durchsatz von bis zu

300 m³/h ausgelegt. Ihre Betriebsdauer wird über 20 Jahre betragen.
 


Die Wasserbehandlungsanlage Helmsdorf

WBA Helmsdorf

Die WBA Helmsdorf behandelt die anfallenden Wässer der gleichnamigen industriellen Absetzanlage. Hierbei handelt es sich um noch vorhandenes Freiwasser und das anfallende und gefasste Sickerwasser im Umfeld der Absetzanlage. Die zu behandelnden Wässer haben leicht basischen Charakter und sind durch relativ hohe Gehalte an Arsen und Uran charakterisiert. Auch Radium wird hier gezielt abgetrennt. Die Rückstände der Wasserbehandlung werden mit Asche und Zement immobilisiert und an dafür vorgesehenen Stellen im Bereich der Absetzanlage Helmsdorf eingelagert. Die behandelten Wässer werden direkt in die Zwickauer Mulde eingeleitet. Der Durchsatz der WBA beträgt ca. 200 m³/h. Es wird eingeschätzt, dass es noch über mehrere Jahre erforderlich sein wird, Wasser am Standort Helmsdorf zu behandeln.